Workshops: Computerspiele als Chance statt Risiko

Anmeldung/ Bewerbung für Machinima und Gamedesign-Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen im Herbst 2010 (Berlin + Brandenburg)

Computerspiele sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Auch wenn in der öffentlichen Diskussion um Computerspiele noch immer die Themen Sucht und Gewalt im Vordergrund stehen, verstehen Schulen und Eltern immer mehr, wie wichtig die Auseinandersetzung mit Jugendlichen und ihren Computerspielen ist. Doch wo ansetzen? Die Heranwachsenden adaptieren die Spiele und Online-Möglichkeiten viel schneller und die Erwachsenen wissen wenig von den Computerspielen, sind überfordert oder haben Berührungsängste mit neuen Medien.

Details zu den angebotenen Machinima und Gamedesign-Workshops finden sich weiter unten.

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Neuer Band der Schriftreihe ‘Umstritten und Umworben’

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat mit dem Titel ‘Umstritten und umworben: Computerspiele – eine Herausforderung für die Gesellschaft‘ den zweiten Band ihrer Schriftenreihe mit dem VISTAS Verlag veröffentlicht.

Ziel der Herausgeber und Autoren ist es, ‘einen reflektierten Umgang mit dem vielschichtigen Thema der digitalen Spiele möglich zu machen. Denn Computerspiele sind – wie der Titel des Bandes schon andeutet – umstritten und umworben. Und: eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft,’ so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, in seinem Vorwort.

Zur wachsenden ökonomischen Bedeutung der Computerspiel-Branche kommt ihr in unserem Kulturkonzept ein hoher Stellenwert zu: Computerspiele werden heute als Kulturgut definiert und besonders intensiv von Kindern und Jugendlichen genutzt- da sind die Belange des Jugendmedienschutzes und der Medienpädagogik berührt sowie die Positionen der Politik und der Games-Anbieter gefragt. Im aktuellen Band informieren namhafte Vertreter dieser Bereiche über den derzeitigen Stand der Diskussion.

Die KJM sorgt für die Umsetzung des in seiner neusten Version in Kritik geratenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV). Sie dient dabei der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt als Organ bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die KJM prüft, ob Verstöße gegen den JMStV vorliegen und entscheidet über die Maßnahmen gegen den Medienanbieter. Vollzogen werden diese Maßnahmen von den Landesmedienanstalten.

Medienkompetenztag in Hamburg – Creative Gaming mit großem Zulauf!

hh_medienkompetenztag2010Am 8. April 2010 fand in Hamburg der Medienkompetenztag der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein statt. In 8 Stunden wurden auf den Podien unterschiedliche Themen angesprochen. Zentral waren die Vorstellungen der Initiativen und Projekte aus Hamburg.

Besonderes Augenmerk lag auf der Präsentation von Creative Gaming. Am Stand der Inititaive wurden die Inhalte und Ziele der Projekte und Workshops vorgestellt. Viele neue Kontakte und interessante Gespräche waren das Ergebnis.

Die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck wies in Ihrer Eröffnung auf die Bedeutung von Creative Gaming hin:

“[...] Und weil wir die Dinge eben nicht einfach verbieten können oder auch wollen, müssen wir vorausschauend und vorsorglich damit umgehen. Wir brauchen Alternativen, eben Medienkompetenzförderung. Statt Ballerspielen also z.B. das creative gaming. Nur so können wir verhindern, dass es bei uns eine Zweiklassengesellschaf im Bereich des Wissens und der Information entsteht.”

Die ganze Eröffnungsansprache hier als pdf.

STRIKE! In dieser Nacht schlagen wir zurück

strikeTheaterstück zum Thema Computerspielverbot wird in Hamburg erfolgreich vor Jugendlichen gespielt.

In der Inszenierung der Kulturbühne Bugenhagen wird das Stück STRIKE in Schulen und Jugendeirichtungen gespielt. Das 2-Personenstück spielt in der Nacht vor der Einführung eines Computerspielverbotes. Zwei Gamer wollen es noch einmal wissen und geraten in einen Strudel von Missverständnissen. Trotz oder wegen des Verbots, das bleibt bewusst offen.

Alle Informationen zum Stück hier.

Hamburger TV-Magazin Schnappfisch befasst sich mit Computerspielen

Schnappfisch ist ein Fernsehformat dass von Kindern und Jugendlichen realisiert wird. In der nächsten Ausgabe die am 1. April ausgestrahlt wird geht es um Computerspiele. Mit dabei in der Talkrunde: Ein Vertreter von Creative Gaming.

copyright TIDE / Hamburg

copyright TIDE / Hamburg

Die Schnappfisch-Redaktion dazu:

Manche Computerspiele sind nicht ganz ohne. Die meisten Jugendlichen können damit umgehen, wenn sie nicht im Übermaß spielen. Bei anderen können sie aber Sucht verursachen – und manche Menschen finden sogar, dass Ego-Shooter menschenverachtend sind. Spielen aber gehört zum Menschen wie Essen und Trinken – wie ziehen wir also eine Grenze zwischen Spiel und Gewalt? Was sagen Experten und Gamer dazu?

Susanne und Charlotte von der Schnappfisch-Redaktion sprechen in der Talk Runde mit Erwachsenen und Schülern über Risiken und Chancen bei Computerspielen: Andreas Hedrich von der Initiative Creative Gaming gibt Impulse für innovative Verwendungsformen von Computerspielen – und erklärt uns, warum eine virtuelle Tanzchoreographie von Computerspielsoldaten den kritischen Umgang mit Spielen fördert. Theo Baumgärtner, Soziologe, hat über 3.000 Jugendlichen zu Computerspielen befragt und kennt sich mit Computersucht aus. Lorenz Hippe, Drehbuchautor, hat das Theaterstück „Strike! In dieser Nacht schlagen wir zurück“ geschrieben – hier geht es um zwei Gamer und ein umstrittenes Computerspielverbot in Deutschland. Daniel Tschertkow und Jannis Tenbrink sind beide erfahrene Gamer und eröffnen uns die Perspektive der jungen Spieler, die pauschale Verbote ablehnen.

Ausstrahlungstermine der Sendung bei Kabel Deutschland (Kanal 21):

Donnerstags um 18.05 Uhr

Sonntags um 19 Uhr

Montags um 16.30 Uhr

Erstes Ausstrahlungsdatum: 1. April

Wer Tide nicht empfängt, kann die Sendung auf www.schnappfisch.net sehen und hören!

Text und Foto TIDE

Warum Kinder kriminalisieren?

“Risiken erkennen. Chancen nutzen“ – das Thema der Podiumsdiskussion auf der Munich Gaming am 24. März 2010 im Deutschen Museum München. Mit dabei auch die Initiative Creative Gaming. Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Abstimmung der Länder zum Staatsvertrag über den Jugendmedienschutz ging es in der Debatte auch darum, wie viel mehr Regeln und Grenzen durch Gesetze gegeben werden müssen, um Jugendliche vor den Gefahren der Onlinewelt zu schützen.

Es klingt wunderbar einfach, Killerspiele und Onlineforen einfach komplett zu verbieten. Aber warum will man spielende Kinder und Jugendliche kriminalisieren? Denn spielen werden sie sicher – auch wenn es verboten ist.

„Wenn wir wollen, dass Heranwachsende an gesellschaftlicher Kommunikation teilhaben können, dann sollten wir es uns zu Aufgabe machen, ihnen die Kompetenzen zu vermitteln, damit sie verantwortungsvoll damit umgehen können, anstatt unrealistische Verbote auszusprechen“, fordert Tina Ziegler, Mitbegründerin der Initiative Creative Gaming.

Die Initiative Creative Gaming bietet seit mehr als zwei Jahren in ihren Workshops konkrete Handlungsmöglichkeiten für Schüler, Lehrer, Eltern und Multiplikatoren zu einer schöpferischen und kritischen Auseinandersetzung mit Computerspielen. Medienkompetenz als Unterrichtsfach und eine umfassende, bundesweite Medienkompetenzbildung für Multiplikatoren, Eltern und Pädagogen ist längst überfällig, so Ziegler.

Pressemeldung der Munich Gaming zur Podiumsdiskussion

Potsdam lässt sich Verführen! Die Pfeiffers sind in der Stadt!

Potsdam, die Stadt deren Einwohner bisher bekannt sind für einen fundierten Umgang in der Diskussion um die Nutzung und Probleme von Computerspielen, holt sich Herrn Pfeiffer und seine Schwester in die Stadt! Sie wollen am 27.3. zum wiederholten Male die eindimensionalen Zusammenhänge von Computerspielen und körperlichen Folgen (Fettleibigkeit, Prügel) herausstellen. Das Problem hierbei: es geht nie um den Umgang mit gesellschaftspolitisch notwendigen Maßnahmen, sondern den, von Herrn Pfeiffer offensichtlich zur Lebensaufgabe gemachten Vorsatz: Krieg den Computerspielen!
Die Initiative Creative Gaming lädt auf diesem Wege alle Teilnehmer/innen der Veranstaltung ein, bei den Workshops und Fortbildungen die nach den Sommerferien stattfinden werden, dabei zu sein. Hier geht es zusammen mit den Jugendlichen, um eine Auseinandersetzung mit Computerspielen und deren Bedeutung für die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. Auch durch die Nutzung von Computerspielen!

Play10 – 3. Festival für kreatives Computerspielen in Potsdam
Das Festival play bündelt die Aktivitäten der Initiative und zeigt das gesamte Spektrum des Creative Gaming. Nach zwei erfolgreichen Festivals laden wir dieses Jahr vom 2.-4. Dezember nach Potsdam zu “play10 – dem 3. Festival für kreatives Computerspielen”. Wieder präsentieren wir Workshops und Labor, Ausstellung, Inputs, Lounge und Talks. Save the date!
Auch in diesem Jahr finden im Vorfeld des Festivals Workshops in Schulen und Medienzentren in Berlin und Brandenburg statt. Die Ergebnisse der Workshops werden im Rahmen des Festivals dem Publikum präsentiert.
Anfragen für Schülerworkshops in Schulen und Medienzentren in Berlin und Brandenburg ab sofort unter anmeldung@creative-gaming.eu anfordern.

Übrigens eine feine Analyse der Öffentlichkeitsarbeit von C. Pfeiffer gibt es hier: http://www.gamersglobal.de/meinung/die-hohe-kunst-des-pfeifferns

Serious Games Conference

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Am 5. März fand in Hannover im Rahmen der CeBit die von nordmedia und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. veranstaltete 4. Serious Games Conference statt.

Das in Deutschland Serious Games als Nischenthema behandelt werden, ist kein großes Geheimnis. Die Qualität geht stark auseinander, der Markt ist vor allem für Eltern unübersichtlich und Nachahmer von Erfolgen wie “Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging” gibt es wie Sand am Meer. Fragt sich nur, was man dagegen tun kann. Die Serious Games Conference lud daher auch dieses Jahr 350 Besucher aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zum Disskutieren, Entdecken, Wissen verbreiten und Konntakte knüpfen ein.

Der Mediendidaktiker Michael Kerres teilte das Feld bereits in die 3 Bereiche “Lernen durch die Spielerfahrung”, “Einbettung eines Spieles in eine Lernumgebung” oder genau andersherum: “Einbettung von Lernaufgaben in ein Spiel”. [nachlesen] Ersteres ist komplex und schwierig, kann aber auf Grund der direkten, interaktiven Verknüpfung von Spiel und Lerninhalt sehr gut funktionieren. Die zweite Variante lässt von sich aus wenig Raum für anspruchsvollere Systeme als das Punkte-Sammeln, ist dafür konkret auf das Ziel gerichtet.  Schnell aufgesetzt und frustierend wirken kann letztlich die dritte Variante, wird man z.B. wieder aufgefordert eine Mathe-Aufgabe zu lösen um die Tür zum nächsten Raum zu öffnen.

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Interessante vorgestellte Projekte wie “Gabarello (GAme BAsed REhabilitation for LOkomat)”, mit welchem die Motivation für Rehabilitation im Laufapparat gesteigert werden soll, die “Global Conflicts” Serie oder “Winterfest“, ein Lernspiel für funktionale Analphabeten waren spannend, versuchten sie doch genau diese Bereiche auszuloten. Noch aber steht der ernste Spaß am Anfang und es müssen sich gute Forscher, Entwickler und Verleger finden, welche zusammen, nicht im Auftrag des ein oder anderen, agieren. Dafür war die Konferenz perfekt und lässt so auf neue Projekte für das nächste Jahr hoffen. Hoffnungsträger für den Serious Games Award?

Zum Abschluss wurde der eben genannte mit 22.500 Euro dotierte Award verliehen. Gold gab es für “Willi wills wissen: Bei den Wikingern” für das Fördern des eigenmotivierten Lernens, Silber bekam die komplexe und kommunikative Simulation “Virtuelles Training für Polizeieinsatzkräfte“  und “Team Player” wurde für die spielerische Verbindung von interkultureller und fachlicher Kompetenz junger Auszubildender gelobt und erhielt somit Bronze .

Videoaufzeichnungen bietet die Mediathek der Serious Games Conference.

3. Munich Gaming Congress

Auf der Munich Gaming 2010 wird es am 24. und 25. März bereits  zum dritten Mal auch den Munich Gaming Congress geben.  Vertreter der Spiele- und Medienindustrie wollen an diesen Tagen im Forum Deutsches Museum mit Politikern, Pädagogen und Multiplikatoren ins Gespräch kommen – natürlich öffentlich auf Podiumsdiskussionen. Veranstalter der Tagung ist die Medientage München GmbH.

Neben beruflichen Perspektiven in der Spielebranche wird es vor allem um die Themen Serious Games, Jugendmedienschutz sowie Marktstrategien und Finanzierung gehen. Das vollständige Programm steht hier.

Mit dabei ist auch Creative Gaming!!!

Aktuelle Workshoptermine

Die Initiative Creative Gaming bietet aktuell Machinima-Workshops in Potsdam und Cottbus an.

In Potsdam sind Multiplikatoren in die Medienwerkstatt zum Thema “Gamemovies – kreative Medienprojekte mit Computerspielen” eingeladen. Anmeldungen sind hier möglich.

In Cottbus bieten wir an der Hochschule Lausitz einen Machinima-Kurs für die Studierenden im Fach “Soziale Arbeit” an.

Alle Termine im Überblick:

18./19. März 2010
Hochschule Lausitz, Cottbus
Machinima Kurs für Studierende im Fach “Soziale Arbeit”

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25./26. März 2010
Medienwerkstatt Potsdam
Multiplikatorenkurs Creative Gaming (Machinima)